Presse
08.05.2009

Glückliches Ende einer „Mammut-Insolvenz“

Fünf Monate nach der Insolvenzeröffnung haben die Amtsgerichte Trier, Bitburg und Wittlich alle Pläne abgesegnet und damit die Sanierung der Autohaus-Gruppe abgeschlossen.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel

Volltext des Zeitungsartikels

Quelle: Trierischer Volksfreund (volksfreund.de), aus dem Archiv vom 08.08.2005, Autorin: Sabine Schwadorf. Wiedergabe des Artikels „Glückliches Ende“.

TRIER. Glückliches Ende einer „Mammut-Insolvenz“: Fünf Monate nach der Insolvenzeröffnung haben die Amtsgerichte Trier, Bitburg und Wittlich alle Pläne abgesegnet und damit die Sanierung der Autohaus-Gruppe abgeschlossen.

Am Ende können alle zufrieden sein. Mit der Annahme der Insolvenzpläne durch die drei zuständigen Amtsgerichte Trier, Wittlich und Bitburg wird ein Strich unter eine der größten Insolvenzen der vergangenen Jahre in der Region Trier gezogen. Schon im April – einen Monat nach der Insolvenzeröffnung – hatte Insolvenzverwalter Thomas B. Schmidt Zuversicht geäußert, dass die Autohäuser in der Region Trier und ihre rund 240 Beschäftigten weitermachen können. Die Autohäuser in Saarbrücken und Saarlouis waren inzwischen geschlossen, das in Völklingen verkauft worden.

Die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen durch Wirtschaftsprüfer und auch der betroffenen Fahrzeughersteller Opel und Ford bescheinigten Schmidt eine „realistische Einschätzung“, was Gewinn- und Umsatzerwartungen in einem neuen Verbund angingen. „Ich gehe von einem wirtschaftlichen Erfolg aus“, sagte Schmidt zufrieden nach der Unterzeichnung der Sanierungspläne am Montagnachmittag. Vielmehr sehen die Insolvenzpläne vor, dass die Gläubiger – über die kommenden fünf Jahre hinweg – so weit am Erfolg beteiligt und an den Erträgen abgefunden werden, dass eine Gläubigerquote von 75 bis 100 Prozent erreicht werden kann, so Schmidt. Alle dann noch übrigen Forderungen werden erlassen.

Dafür verzichten die rund 240 betroffenen Beschäftigten an den Heister-Standorten für die fünf Sanierungs-Jahre auf Weihnachts- und Urlaubsgeld. Im Gegenzug hat Schmidt ihnen eine Beschäftigungsgarantie bis 2010 gegeben. Für den Firmengründer Wilfried Heister bleibt sein Lebenswerk erhalten. Struktur und Marke sowie die Häuser in Trier (mit Konz), Bitburg und Wittlich bleiben bestehen.

Damit hat Thomas B. Schmidt mit der Heister-Gruppe, ihren ehemals 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von einst 100 Millionen Euro, innerhalb von fünf Monaten nach der Insolvenzeröffnung ein „Mammut-Projekt“ bewältigt, das in Branchenkreisen selten den Fachleuten vor Ort überlassen wird. „Es ist eine persönliche Freude und Genugtuung, dass wir es hier in der Provinz nicht nur geschafft haben, sondern auch, dass wir es gut gemacht haben, nämlich die Standorte mit ihren Beschäftigten erhalten, und dass wir es schnell erreicht haben“, sagt Schmidt.